Kurz erklärt: Die Wim-Hof-Atmung kombiniert wiederholte tiefe Atemzüge mit Atemanhaltephasen. Dadurch sinkt Kohlendioxid vorübergehend, der Blut-pH steigt und Schwindel oder Kribbeln können auftreten.
Was im Körper passiert
| Effekt | Einordnung |
|---|---|
| CO₂ sinkt | Typische Folge der Hyperventilation |
| Blut-pH steigt | Vorübergehende respiratorische Alkalose |
| Adrenalin steigt | In kleinen Studien beobachtet |
| Ohnmacht möglich | Wichtigstes akutes Sicherheitsrisiko |
Eine kleine randomisierte Studie mit gesunden Männern zeigte nach Training mit Atmung, Meditation und Kälte deutliche autonome und immunologische Veränderungen während experimenteller Endotoxinbelastung.[1] Das ist interessant, aber kein Beweis für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen oder Infektionen.
Sicherheitsregeln
- Nur im Sitzen oder Liegen üben.
- Nie im Wasser, beim Baden oder Duschen.
- Nie beim Fahren oder Bedienen von Maschinen.
- Bei Schwindel sofort normal atmen und stoppen.
FAQ
Ist Kribbeln ein Zeichen von „mehr Sauerstoff“?
Nicht unbedingt. Es passt typischerweise zu den CO₂- und pH-Veränderungen durch Hyperventilation.
Kann man dabei ohnmächtig werden?
Ja.
Heilt die Methode Entzündungen?
Nein. Kleine experimentelle Studien belegen keine allgemeine Therapie.
Darf man sie im Eisbad machen?
Nein. Atemanhalten nach Hyperventilation im Wasser ist gefährlich.
Fazit
Die Wim-Hof-Atmung ist eine intensive Atemtechnik mit messbaren Akuteffekten und begrenzter klinischer Evidenz. Sicherheit steht klar vor Leistungsrekorden.