Schwindel und Schwäche sind Beschwerden, keine eindeutige Diagnose eines schwachen Kreislaufs. Niedriger Blutdruck oder ein Blutdruckabfall beim Aufstehen können dahinterstehen; auch Medikamente und andere Erkrankungen kommen infrage.
Zuerst Warnzeichen beachten
Bei Brustschmerz, Atemnot, neuen Sprach- oder Bewegungsstörungen oder einer Bewusstlosigkeit ohne rasche vollständige Erholung sofort Notfallhilfe holen. Auch eine Ohnmacht bei Belastung oder im Liegen muss unmittelbar beurteilt werden. Nicht selbst zur Behandlung fahren.
Eine bereits überstandene Ohnmacht sollte ebenfalls ärztlich abgeklärt werden. Wiederkehrenden Schwindel nicht allein mit niedrigem Blutdruck erklären.
Was bei bekannter harmloser Neigung helfen kann
Langsam vom Liegen zum Sitzen und dann zum Stehen wechseln. Langes regungsloses Stehen, plötzliche Lagewechsel und viel Alkohol können Beschwerden begünstigen. Bei drohender Ohnmacht sicher hinlegen und, wenn möglich, die Beine anheben.
Ausreichendes Trinken kann bei Flüssigkeitsmangel helfen. Eine ärztlich festgelegte Trinkbegrenzung darf dadurch nicht übergangen werden. Zusätzliche Salzmengen oder eine feste hohe Trinkmenge sind keine allgemeine Empfehlung für alle.
Die Ursache nachvollziehbar klären
Notieren Sie Zeitpunkt, Auslöser, Dauer und Begleitsymptome sowie vorhandene Blutdruck- und Pulsmessungen. Nehmen Sie eine Medikamentenübersicht mit. Messwerte unterstützen das Gespräch, ersetzen aber keine Untersuchung. Verordnete Medikamente nicht eigenständig absetzen oder verändern.
Häufige Fragen
Ist jeder Schwindel ein niedriger Blutdruck?
Nein. Verlauf, Begleitsymptome und Untersuchung entscheiden über die Einordnung.
Hilft mehr Trinken immer?
Nein. Ursache und persönliche Vorgaben müssen berücksichtigt werden.
Weiterlesen
Eisenmangel und Diagnostik und Magnesiummangel richtig einordnen.
Quellen
Allgemeine Information, keine individuelle Diagnose oder Behandlung.