DMSO ist ein Lösungsmittel mit besonderen Stoffeigenschaften. Diese Eigenschaften begründen keine allgemeine Behandlung von Augenkrankheiten. Ergebnisse aus anderen Anwendungen lassen sich nicht ohne Weiteres auf Augentropfen übertragen.
Warum Reinheit allein nicht genügt
Eine hohe chemische Reinheit beweist weder Sterilität noch die Eignung für das Auge. Zusammensetzung, Konzentration, pH-Wert, Herstellung und Behältnis müssen zur konkreten Augenanwendung passen. Verunreinigte oder reizende Lösungen können empfindliches Gewebe schädigen. Technische DMSO-Produkte gehören nicht in selbst gemischte Augentropfen.
Keine Verdünnungsanleitung aus dem Internet
Für selbst hergestellte DMSO-Augentropfen gibt es keine verlässliche allgemeine Grundlage zur sicheren Selbstbehandlung. Auch das Mischen mit abgekochtem Wasser macht eine Lösung nicht automatisch zu einem geeigneten Augenpräparat. Augenbeschwerden zuerst augenärztlich beurteilen lassen und nur für den konkreten Zweck geeignete Präparate nach fachlicher Empfehlung verwenden. Verordnete Behandlungen nicht eigenmächtig ersetzen.
Bei Beschwerden sofort reagieren
Starke Augenschmerzen, plötzliche Sehverschlechterung oder Sehverlust benötigen sofortige augenärztliche beziehungsweise medizinische Notfallhilfe. Bei versehentlichem Chemikalienkontakt sofort mit reichlich sauberem Wasser spülen und unverzüglich medizinische Hilfe suchen; die Verpackung bereithalten. Nicht reiben und keine weitere Chemikalie zum „Neutralisieren“ ins Auge geben.
Häufige Fragen
Ist hochreines DMSO automatisch steril?
Nein. Chemische Reinheit und Sterilität sind verschiedene Anforderungen.
Kann ich eine sichere Mischung selbst ausrechnen?
Eine Verdünnungsrechnung ersetzt keine geprüfte Eignung und sichere Herstellung.
Ist Brennen ein Zeichen der Heilung?
Nein. Eine Reizung darf nicht als gewünschte Wirkung umgedeutet werden.
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