Bei einer gewöhnlichen Erkältung gibt es kein einzelnes Medikament, das für alle Beschwerden und alle Menschen am besten ist. Meist verursachen Viren den Infekt. Mittel gegen Schmerzen, Fieber oder eine verstopfte Nase können Beschwerden lindern, beseitigen aber nicht automatisch die Ursache.
Nach dem Symptom auswählen
Ruhe und angemessenes Trinken können die Erholung unterstützen. Schmerz- und Fiebermittel wie Paracetamol oder Ibuprofen kommen je nach persönlicher Situation infrage. Abschwellende Nasensprays sind nur für die in der Packungsbeilage begrenzte Dauer gedacht. Alter, Vorerkrankungen, Schwangerschaft und weitere Medikamente beeinflussen, welches Mittel geeignet ist; Apotheke oder Arztpraxis können bei der Auswahl helfen.
Kombipräparate genau prüfen
Mehrere Produkte können denselben Wirkstoff enthalten. Ein Erkältungsmittel zusätzlich zu einem Schmerzmittel kann dadurch zu einer unbeabsichtigten Überdosierung führen. Wirkstoffe und Anwendungshinweise gemeinsam prüfen und nicht nach wechselnden Markennamen kombinieren. Kinder brauchen altersgerechte Empfehlungen; Erwachsenendosen nicht einfach übernehmen.
Wann ärztliche Hilfe nötig ist
Antibiotika wirken nicht gegen die Viren einer gewöhnlichen Erkältung. Ob eine andere Erkrankung oder eine bakterielle Komplikation vorliegt, muss bei Bedarf medizinisch beurteilt werden. Anhaltende oder deutlich zunehmende Beschwerden, hohes Fieber oder besondere Risiken zeitnah abklären lassen. Bei schwerer Atemnot, starken Brustschmerzen oder Bewusstseinsstörungen sofort medizinische Notfallhilfe suchen.
Häufige Fragen
Verkürzt jedes Erkältungsmittel den Infekt?
Nein. Beschwerdelinderung und eine kürzere Krankheitsdauer sind unterschiedliche Ziele.
Kann ich mehrere Kombimittel gleichzeitig nehmen?
Nicht ungeprüft. Doppelte Wirkstoffe und persönliche Gegenanzeigen müssen ausgeschlossen werden.
Sind Antibiotika die stärkere Erkältungsbehandlung?
Bei einem gewöhnlichen viralen Infekt helfen sie nicht gegen die Ursache.