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Hangover: Ein komplexes Rätsel nach der feuchtfröhlichen Nacht

Wir alle kennen es: Nach einem Abend mit ein paar Gläsern zu viel erwacht man am nächsten Morgen mit dem Gefühl, einen Marathon in der Wüste gelaufen zu sein, obwohl man sich eigentlich nur gemütlich unterhalten hat. Diese verhängnisvollen Kopfschmerzen, Übelkeit und diese endlose Müdigkeit sind die Rechnung für unsere Entscheidungen der Nacht zuvor. Aber was genau passiert in unserem Körper, wenn wir einen Hangover erleben? Und vor allem: Wie können wir diesen unangenehmen Begleiter am nächsten Morgen vermeiden oder zumindest abmildern?

1. Was genau ist ein Hangover?

Der Begriff „Hangover“ ist im deutschen Sprachraum auch als „Kater“ bekannt. Aber egal, welchen Namen wir ihm geben: Die Symptome sind fast immer dieselben. Kopfschmerzen, Übelkeit, Zittern, ein ausgetrocknetes Gefühl und manchmal sogar Depressionen oder Ängstlichkeit. Dies liegt an verschiedenen Faktoren, die während und nach dem Alkoholkonsum in unserem Körper ablaufen.

2. Warum bekommt man einen Hangover?

Alkohol ist ein Diuretikum, das heißt, er entzieht unserem Körper Wasser. Daher haben viele Menschen am nächsten Morgen Durst und fühlen sich dehydriert. Der Kopfschmerz? Das ist oft die direkte Folge dieser Dehydration.

Hinzu kommt, dass Alkohol die Produktion von Magensäure stimuliert, was Übelkeit oder Erbrechen verursachen kann. Und dann gibt es noch die chemischen Reaktionen. Während der Leber Alkohol abbaut, entsteht Acetaldehyd, eine Substanz, die giftiger ist als Alkohol selbst und viele der unangenehmen Hangover-Symptome verursacht.

3. Rolle von Vitaminen und Magnesium

Ein interessanter Aspekt des Hangovers ist der Verlust von Vitaminen und Mineralstoffen. Beim Abbau von Alkohol verwendet der Körper B-Vitamine, besonders Vitamin B12 und Folsäure. Daher kann ein Mangel an diesen Vitaminen zu den Symptomen eines Hangovers beitragen.

Magnesium spielt eine Schlüsselrolle bei vielen Funktionen im Körper, einschließlich der Muskel- und Nervenfunktion. Wenn wir trinken, scheiden wir mehr Magnesium über den Urin aus. Ein Magnesiummangel kann also zu Muskelkrämpfen, Zittern und sogar Herzrhythmusstörungen führen.

4. Wie kann man einen Hangover vermeiden?

Hydration

Einer der einfachsten und effektivsten Wege, einen Hangover zu vermeiden, ist, genug Wasser zu trinken. Ein guter Tipp ist, zwischen jedem alkoholischen Getränk ein Glas Wasser zu trinken.

Nährstoffzufuhr

Da wir wissen, dass Alkohol zu Vitamin- und Mineralstoffverlusten führt, kann es sinnvoll sein, vor dem Schlafengehen ein Multivitaminpräparat zu sich zu nehmen. Besonders solche, die B-Vitamine und Magnesium enthalten.

Grenzen kennen

Einfach gesagt: Weniger trinken. Das mag offensichtlich klingen, aber das Kennen und Einhalten unserer Grenzen ist der sicherste Weg, einen Hangover zu vermeiden.

5. Was tun am Tag danach?

Sollten all diese vorbeugenden Maßnahmen fehlschlagen, gibt es immer noch ein paar Dinge, die man tun kann, um den Kater zu lindern:

  • Wasser und Elektrolyte: Rehydrieren Sie Ihren Körper, um den durch Alkohol verursachten Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
  • Gesundes Frühstück: Ein ausgewogenes Frühstück kann helfen, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren.
  • Vitamine und Mineralien: Ein Multivitaminpräparat kann helfen, die verlorenen Nährstoffe wieder aufzufüllen.
  • Ruhe: Manchmal ist das Beste, was man tun kann, sich auszuruhen und dem Körper Zeit zur Erholung zu geben.

Fazit

Ein Hangover oder Kater ist der Preis, den wir oft für eine ausgelassene Nacht zahlen. Obwohl es kein Wundermittel gegen den Hangover gibt, können wir durch Verständnis und vorbeugende Maßnahmen die Auswirkungen zumindest mindern. Und am Ende des Tages ist es wichtig, auf unseren Körper zu hören und verantwortungsbewusst zu trinken.

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