Ginkgo ist kein Ersatz für eine Behandlung von Bluthochdruck. Die verfügbare Forschung begründet keine verlässliche Empfehlung, mit Ginkgo den Blutdruck zu senken oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.
Welche Beschwerden auftreten können
Zu den bekannten Beschwerden bei Ginkgo-Präparaten gehören Kopfschmerzen, Schwindel und Magen-Darm-Probleme. Solche Symptome sind nicht automatisch harmlos oder ein Zeichen gewünschter Wirkung. Bei neuen Beschwerden das Präparat pausieren und den Zusammenhang fachlich prüfen lassen.
Wechselwirkungen vorab abklären
Besonders wichtig ist eine Prüfung bei Blutgerinnungshemmern, weil das Blutungsrisiko erhöht sein kann. Auch andere Medikamente und Nahrungsergänzungen gehören in die gemeinsame Bewertung. Eine vollständige Liste einschließlich frei verkäuflicher Produkte hilft Arztpraxis und Apotheke.
Vor einer Operation oder einem Eingriff die Verwendung ausdrücklich angeben. Wann ein Präparat gegebenenfalls abgesetzt werden muss, entscheidet das behandelnde Team. Verordnete Blutdruck- oder Gerinnungsmedikamente nicht eigenständig verändern.
Extrakt, Tee und Samen unterscheiden
Untersuchungen eines bestimmten Blattextrakts lassen sich nicht auf beliebige Ginkgo-Produkte übertragen. Tee, rohe Pflanzenteile und Samen sind kein gleichwertiger Ersatz. Ginkgosamen können giftig sein und gehören nicht in einen Selbstbehandlungsversuch.
Häufige Fragen
Was tun bei Schwindel und hohem Blutdruck?
Wiederkehrende Beschwerden und auffällige Messwerte ärztlich besprechen. Bei akuten Brustschmerzen, Atemnot oder neuen neurologischen Ausfällen sofort Notfallhilfe holen.
Kann ich Ginkgo einfach zusätzlich nehmen?
Bei behandeltem Bluthochdruck zuerst prüfen lassen, ob es mit der bestehenden Medikation und den persönlichen Risiken vereinbar ist. Eine zusätzliche Einnahme ist kein Ersatz für die Blutdruckkontrolle.
Quelle
NCCIH: Nutzen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Ginkgo