Eine Blutgruppe beschreibt bestimmte Merkmale auf roten Blutkörperchen. Sie ist keine Bewertung, ob jemand gesund oder krank ist. Die Begriffe A, B, AB, 0 sowie Rhesus positiv oder negativ werden verständlicher, wenn Antigene und Antikörper getrennt betrachtet werden.
Das ABO-System in einer Übersicht
Antigene sind Merkmale auf Zelloberflächen. Antikörper können passende fremde Merkmale erkennen. Im ABO-System unterscheiden sich die roten Blutkörperchen durch die A- und B-Antigene. Die folgende Tabelle zeigt die typischen Verhältnisse bei Erwachsenen, nicht sämtliche seltenen Varianten oder andere Blutgruppensysteme. [1]
| Blutgruppe | A-/B-Antigene auf roten Blutkörperchen | Typische Antikörper im Plasma |
|---|---|---|
| A | A | Anti-B |
| B | B | Anti-A |
| AB | A und B | Keine regulären Anti-A/Anti-B |
| 0 | Weder A noch B | Anti-A und Anti-B |
Wichtig: Blutgruppe 0 bedeutet nicht, dass die Zellen überhaupt keine Antigene besitzen. Auch die vereinfachte Bezeichnung „Universalspender“ ist keine allgemeine Freigabe für beliebige Blutprodukte. Die medizinische Verträglichkeit umfasst mehr als diese Tabelle. [2]
Was bedeutet Rhesus positiv?
Die übliche Angabe positiv oder negativ bezieht sich auf das Rhesus-D-Merkmal. Ist es vorhanden, lautet die Einordnung RhD-positiv; fehlt es, RhD-negativ. Ein positives Ergebnis bedeutet hier also keinen positiven Krankheitstest. [1]
RhD-negative Menschen besitzen nicht automatisch Anti-D-Antikörper. Ein Kontakt mit RhD-positiven roten Blutkörperchen kann eine Antikörperbildung auslösen. Deshalb sind Blutgruppenbestimmung und Antikörpersuchtest unterschiedliche, sich ergänzende Untersuchungen. [3]
Warum in der Schwangerschaft geprüft wird
Wenn eine Schwangere RhD-negativ ist und das Kind RhD-positiv, kann eine Immunisierung relevant werden. Das Betreuungsteam beurteilt Befunde und gegebenenfalls eine Anti-D-Prophylaxe. Bereits vorhandene Antikörper und die konkrete Situation müssen berücksichtigt werden; ein Blog kann daraus keinen persönlichen Behandlungsplan ableiten. [3]
Vor einer Transfusion zählt die aktuelle Prüfung
Ein Blutspendeausweis oder die Erinnerung an einen früheren Befund ersetzt die erforderlichen medizinischen Kontrollen nicht. Im Labor werden Merkmale und Verträglichkeit geprüft. Auch ein zu Hause durchgeführter Test darf nicht die Grundlage einer selbst organisierten Transfusion sein. [2]
Blutgruppe und andere Blutwerte nicht verwechseln
Die Frage „Welche Blutgruppe habe ich?“ ist etwas anderes als „Ist mein Kaliumwert auffällig?“ oder „Liegt eine Blutarmut vor?“. Ein Blutbild untersucht unter anderem die Blutzellen; die ABO-Zuordnung beantwortet diese Fragen nicht. [4] Bitten Sie bei einem Befund darum, den Namen des Tests und seinen Zweck zu erklären.
Häufige Fragen
Hat Blutgruppe 0 gar keine Antigene?
Gemeint ist das Fehlen von A- und B-Antigenen, nicht sämtlicher Zellmerkmale.
Ist Rhesus positiv ein Krankheitszeichen?
Nein. Es beschreibt das Vorhandensein des D-Merkmals.
Ersetzt ein Selbsttest die Prüfung im Krankenhaus?
Nein. Er ersetzt keine vorgeschriebenen professionellen Kontrollen.
Zeigt meine Blutgruppe einen Mineralstoffmangel?
Nein. Dafür werden andere Fragen und gegebenenfalls andere Untersuchungen benötigt.
Weiterlesen: Kalium und die Einordnung von Blutwerten und Magnesium: Versorgung und Laborbefund unterscheiden.
Quellen
[1] NHS: Blood groups. [2] MedlinePlus: Blood typing. [3] MedlinePlus: Red Blood Cell Antibody Screen. [4] MedlinePlus: Blood. Quellen im Text; redaktionell geprüft am 29. September 2026. Keine Transfusions- oder Schwangerschaftsanweisung.