Kurz erklärt: „Laborwasser“ bezeichnet verschiedene Wasserqualitäten für unterschiedliche analytische und technische Zwecke. Die richtige Qualität hängt von der Methode ab – nicht davon, ob Wasser nur als „destilliert“ oder „rein“ bezeichnet wird.
Wichtige Qualitätsparameter
| Parameter | Was er anzeigt |
|---|---|
| Leitfähigkeit/Widerstand | Gelöste Ionen |
| TOC | Organische Kohlenstoffverbindungen |
| Partikel | Feststoffverunreinigungen |
| Mikrobiologie | Bakterielle oder andere biologische Kontamination |
Qualität nach Anwendung
Spurenanalytik, Zellkultur, HPLC, Reagenzienherstellung und einfache Glasreinigung können sehr unterschiedliche Anforderungen haben. Übertriebene Reinheit ist nicht immer nötig; zu geringe Reinheit kann Ergebnisse verfälschen.
Lagerung ist Teil der Qualität
Auch hochreines Wasser kann durch Leitungen, Behälter oder lange Lagerung wieder kontaminiert werden. Deshalb gehören Wartung, Reinigung und dokumentierte Qualitätskontrollen zum Wassersystem.
Destilliert ist nicht gleich ultrapure
WHO weist darauf hin, dass destilliertes Wasser frei von vielen nichtflüchtigen Stoffen ist, aber flüchtige organische Verbindungen enthalten kann.[1]
FAQ zu Laborwasser
Ist destilliertes Wasser immer Laborwasser?
Es kann für manche Zwecke geeignet sein, aber nicht für jede Analytik.
Ist niedrige Leitfähigkeit immer genug?
Nein. Organische und mikrobiologische Verunreinigungen können trotzdem relevant sein.
Kann hochreines Wasser gelagert werden?
Nur begrenzt; Lagerung kann die Qualität verschlechtern.
Braucht jedes Labor Ultrapure Water?
Nein. Die Methode bestimmt die notwendige Qualität.
Fazit
Gutes Laborwasser ist zweckgebundene, kontrollierte Wasserqualität. Entscheidend sind definierte Parameter, Wartung und nachvollziehbare Qualitätskontrolle.